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Städtische Schule der Sekundarstufe II Berufliches Gymnasium und Fachschulen

GESUNDHEIT - SOZIALES

GESUNDHEIT, SOZIALES

Allgemeiner Beschreibungstext

In Bearbeitung

Berufsfelder GESUNDHEIT, SOZIALES

Eingangsvoraussetzung

Hauptschulabschluss (qualifizierter)

Eingangsvoraussetzung

Fachoberschulreife ohne Qualifikation

Dauer

2 Jahre

Allgemeine Beschreibung

Tätigkeitsprofil

Die Aufgaben des/der Sozialassistent/in umfassen im Wesentlichen die Unterstützung von Menschen in besonderen Lebenssituationen (wie z.B. ältere, kranke oder behinderte Menschen), sodass diese ein weitgehend selbstbestimmtes, erfülltes und unabhängiges Leben führen können. Ziel: Sicherung der Grundversorgung hilfsbedürftiger Menschen.

Weitere Beschreibung

Berufliche Perspektive

  • Staatlich geprüfte Sozialassistenten/innen übernehmen die Pflege und Betreuung von Menschen jeden Alters.
  • Sie können als ergänzende Pflegekraft in Altenheimen, in Einrichtungen der Behindertenpflege und in ambulanten Pflegediensten arbeiten.

Eingangsvoraussetzung

Mittlerer Schulabschluss
Hauptschulabschluss nach Klasse 10

Abschlussmöglichkeit

  • Berufsabschluss: „Staatlich geprüfte Sozialassistentin/ staatlich geprüfter Sozialassistent“. Der Berufsabschluss wird am Ende der Ausbildung durch eine schriftliche Prüfung mit zwei Klausuren erworben, die sich auf berufliche Handlungssituationen beziehen.
  • Schulischer Abschluss: Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife), ggf. mit Qualifikation
  • Zertifikat über die fachliche Qualifikation zur „Betreuungskraft“

Dauer

2 Jahre

Kursnummer

SO

Allgemeiner Kontakt

Sophie-Scholl-Berufskolleg
Städtische Schule der Sekundarstufe II
Berufliches Gymnasium und Fachschulen

Dahlmannstraße 26
47169 Duisburg

Tel.: 0203 283-5500
Fax: 0203 283-5144
e-mail: sophie-scholl-bk@stadt-duisburg.de
www.sophie-scholl-berufskolleg.de

 

2. Kontakt / Ansprechpartner

Frau A. Peikenkamp

Bemerkungen

Wir bitten von telefonischen Rückfragen abzusehen, da wir diese nicht bearbeiten können. Wir danken für Ihr Verständnis!

Allgemeine Beschreibung

Arbeitsfeld

Für die Tätigkeit des/r Assistent/in für Ernährung und Versorgung ist ein breit gefächertes Arbeitsfeld von der Produktion bis zur Dienstleistung (Produktion, Versorgung, Reinigung, Service, Verkauf) kennzeichnend:

  • In Altenheimen, Krankenhäusern, Wohngruppen und Kindertagesstätten
  • In der Gastronomie und in Hotels
  • In Dienstleistungsagenturen und Catering-Unternehmen
  • Im Lebensmitteleinzelhandel (z.B. Bäckereien, Fleischereien)
  • In Privathaushalten

Die Qualifikation des/r Assistent/in für Ernährung und Versorgung bezieht sich auf die Mithilfe bei

  • Herstellung und Verkauf von Produkten
  • Durchführung von Service- und Dienstleistungen
  • Ausführung personenbezogener Versorgungs- und Dienstleistungen

Eingangsvoraussetzung

Hauptschulabschluss (qualifizierter)

Abschlussmöglichkeit

Berufsabschluss zum/r staatlich geprüften Assistent/in für Ernährung und Versorgung Schwerpunkt Service
Erwerb des mittleren Schulabschlusses
(Fachoberschulreife), ggf. mit Qualifikation
Erfüllung der Berufsschulpflich

Dauer

2 Jahre

Kursnummer

SE

1. Kontakt / Ansprechpartner

Frau A. Peikenkamp

Kultursensible Pflege macht Schule


Im Juli besuchten Schülerinnen des Sophie-Scholl-Berufskollegs in Duisburg-Marxloh die kultursensible Pflegeeinrichtung Haus Andreas in Köln.

Wie das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen gelingen kann, wird in Gesellschaft, Medien und Politik viel diskutiert. Im Haus Andreas ist es seit vielen Jahren selbstverständlicher Alltag, leben und arbeiten in der Pflegeeinrichtung des Clarenbachwerks doch Menschen aus 21 Nationen. Ein Viertel der Bewohner hat ausländische Wurzeln, so dass sich dort ein „kultursensibler“ Schwerpunkt herausbildete.

Unter diesem Stichwort hatte die Abschlussklasse eines Duisburger Berufskollegs die Kölner Einrichtung gefunden und jetzt besucht. Im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen hatten die Schülerinnen das Thema „Kultursensible Pflege“ bearbeitet und waren neugierig, wie das Angebot in der Praxis aussieht – viele von ihnen haben selbst einen Migrationshintergrund. Klassenlehrer Daniel Kober erklärte: „Wenn man unseren Standort Duisburg-Marxloh erwähnt, haben viele Menschen direkt ein bestimmtes Bild vor Augen. Ich sage dann immer: ‚Der Stadtteil hat seine Probleme – wir aber haben tolle, engagierte Schülerinnen und Schüler.‘ Und das war zu merken: Obwohl sie alle unmittelbar vor ihrem Abschluss standen, der sie für eine Ausbildung oder die gymnasiale Oberstufe qualifiziert, brachten die acht Schülerinnen viel Interesse und Offenheit mit – und einen Katalog an Fragen, die sie an die Pflegefachkräfte richteten.

So erklärte ihnen Einrichtungsleiterin Nazita Abdollahi den Ansatz: „Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung bedeutet ja immer eine große Lebensumstellung – umso mehr, wenn man aus einem Kulturkreis stammt, wo es gar nicht üblich ist, Angehörige in einem Pflegeheim unterzubringen.“ Da sei es viel wert, auf Menschen zu treffen, die mit der Muttersprache und den eigenen Traditionen vertraut sind. Im Clarenbachwerk sind diese vielfach vertreten, wie Wohngruppenleiter Arnaldo Montedonico erzählte: „Schon durch unseren früheren persischen Einrichtungsleiter hatten wir sehr viele Bewohner und Mitarbeitende verschiedener Herkunft. Zunächst haben wir vieles ‚aus dem Bauch heraus‘ angeboten. Nach einiger Zeit haben wir dann mit professioneller Unterstützung ein fundiertes Konzept dazu erarbeitet.“

So gibt es mittlerweile in allen Bereichen der Einrichtung – sei es Pflege, Küche oder soziale Betreuung – ein vielfältiges Angebot, das den Bewohnern hilft, sich heimisch zu fühlen. Immer setzt das Konzept dabei auf allgemeine Bereicherung: Da wird neben dem guten deutschen Filterkaffee auch Tee aus dem Samowar angeboten, Fladenbrot, Schafskäse oder Basmatireis ergänzen die Speisenpalette. Bei der deutsch-italienischen Woche gibt es Spaghetti Carbonara und alte italienische Filme für alle. Neben Ostern, Weihnachten und Karneval wird auch das Frühlingsfest Nouruz oder das Zuckerfest gefeiert. Neben der Kapelle gibt es auch einen muslimischen Gebetsraum, auf Wunsch wird russisch-orthodoxen wie jüdischen Traditionen entsprochen.

Gleichzeitig gelten „weltliche“ Regeln für alle: „Amtssprache“ ist deutsch, andere Muttersprachen werden nur dort gesprochen, wo es eine Pflegesituation erleichtert, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt. Regelmäßig gibt es Supervision für die Mitarbeitenden – zum kulturellen Verständnis, aber auch zur Bewältigung von Konflikten, die manchmal schon aus den Herkunftsländern herrühren. „Es geht darum, jeden Einzelnen mit seiner Biografie und seinen Bedürfnissen ernstzunehmen“, erklärt Nazita Abdollahi. „Dazu wollen wir – im Rahmen unserer Möglichkeiten – Angebote machen. Die Grenzen liegen in allen Bereichen des Zusammenlebens natürlich dort, wo andere beeinträchtigt werden. Daher muss auch im Haus Andreas immer wieder einmal vermittelt und nachjustiert werden.“ Das allerdings klappt seit vielen Jahren hervorragend.

Anschließend besichtigten die acht Schülerinnen des Sophie-Scholl-Berufskollegs sämtliche Bereiche des Hauses, vom Speiseraum bis zur Kegelbahn, wo sie erleben konnten, wie das Miteinander verschiedener Kulturen bis ins hohe Alter gelingt. Aber auch die Einrichtung profitierte von den Impulsen der jungen Besucherinnen. Als Gastgeschenk überreichten diese ein selbst gestaltetes Memory-Spiel für die Senioren: alle Abbildungen waren dabei ergänzt durch zweisprachige Bezeichnungen, etwa in deutsch-italienisch oder deutsch-türkisch. Die Idee hatten sie im Unterricht entwickelt, um über die Bilder selbst bei demenzerkrankten Menschen Worte hervorzulocken und zum Austausch beizutragen.

So zeigt sich, dass mit guten Ideen, Offenheit und klaren Regeln Verständigung manchmal ein Kinderspiel sein kann …