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Städtische Schule der Sekundarstufe II Berufliches Gymnasium und Fachschulen

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Wir haben ein Zeichen gesetzt und sind nunmehr seit dem 04.11.2019 eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In einem kleinen Festakt überreichte uns Frau Julia Rombeck (Landeskoordination SoR – SmC) die Urkunde und unsere Patin, Frau Angelika Wagner (Geschäftsführerin des DGB Niederrhein), stellte sich den Schülerinnen und Schülern vor.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt für alle Schulmitglieder. Als größtes Schulnetzwerk in Deutschland bietet es uns allen, die wir am Sophie-Scholl-Berufskolleg lernen und lehren, die Möglichkeit, das Klima an unserer Schule aktiv mitzugestalten, indem wir uns bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Diese Zielsetzung (und Verpflichtung) wurde von mehr als 70 Prozent aller Schüler/innen, Lehrer/innen und Angestellten per Unterschrift bestätigt. Unsere Patin wird uns weiterhin bei Projekten gegen Rassismus und Diskriminierung unterstützen. Eine erste Zusammenarbeit mit Frau Wagner fand bereits anlässlich des vom DGB organisierten Antikriegstag am 01.09.2019 im Duisburger Rathaus statt. Dort trug die Erzieherklasse E 18 eine szenische Collage zum Thema „Anne Frank und Sophie Scholl – Zwei weibliche Schicksale in der NS-Zeit“ eine szenische Lesung vor. Auch wurden die im Kunstunterricht entstandenen Objekte für eine Woche ausgestellt. (s. Bericht der WAZ vom 03.09.20

https://www.waz.de/staedte/duisburg/antikriegstag-gewerkschafter-warnen-vor-nationalismus-id226971737.html

Essener will in Marxloh an Schüler-Biografien mit zeichnen

Christian Balke am 21.03.2019 - 16:47 Uhr

 

Der sechsfache Vater Detlef Zeich ist seit 100 Tagen Schulleiter des Sophie-Scholl-Berufskollegs in Marxloh an der Dahlmannstraße. Der Nachfolger von Gabriele Frerkes war lange als Unternehmer tätig.

Die Zahlen, mit denen es der Essener Detlef Zeich als Schulleiter des Sophie-Scholl-Berufskollegs seit 100 Tagen zu tun hat, sind beeindruckend: Sachwalter der Interessen von 1500 Schülern und 100 Lehrern ist der neue Schulleiter in Marxloh. Die Frage, ob er in Anbetracht dieser Dimensionen, die eher an ein Industrieunternehmen denn an eine Schule erinnern, Lehrer oder Manager sei, stellt sich dabei für den 60-Jährigen gar nicht. Detlef Zeich ist erwiesenermaßen beides. Der Lehrer war jahrelang auch Unternehmer.

Begonnen hat der Nachfolger der nach Dinslaken gewechselten Gabriele Frerkes seine Lehrer-Laufbahn an einem Gymnasium für höhere Töchter in Essen-Werden: „Dann gab es plötzlich zu viele Lehrer in NRW und ich wurde nicht mehr gebraucht“, sagt Detlef Zeich. Er nahm sein Glück und das der jungen Familie in beide Hände und machte sich mit seiner Frau selbstständig: „Wir eröffneten und betrieben dann unsere eigene Marketing- und Werbeagentur.“

Seit dem Jahr 2004 wieder im Schuldienst

Im Jahre 2004, sagt Zeich beim „Vorstellungsgespräch“ mit der Redaktion am Donnerstag in Marxloh, sei er wieder in den Schuldienst zurück gekehrt: „Die Kombination aus Lehrer-Ausbildung und unternehmerischer Erfahrung war nicht immer ganz leicht zu vermitteln“, sagt der sechsfache Vater lachend. Er sei jedoch dankbar für diesen Erfahrungs-Mix: „Weil er einem einen anderen Zugang zu Themen der beruflichen Bildung ermöglicht.“

Nach einer ersten Station in Dinslaken wechselte Zeich ins Düsseldorfer Ministerium, wurde – wie er selbst sagt – zwischendurch an zwei weiteren Schulen „geparkt“. Zuletzt leitete er sehr erfolgreich ein Berufskolleg in Mönchengladbach. Der Wechsel als einzige Konstante.

„Nein, hier in Marxloh möchte ich gerne irgendwann in Pension gehen“, sagt der 60-jährige Pädagoge. Er kenne und schätze die Schule und die arbeit seiner Vorgänger, sagt Zeich. Das Profil als Europaschule und der bewusste Umgang mit dem Namen der Patronin Sophie Scholl seien ihm wichtig: „Wobei man nicht vergessen darf, dass wir keine Stadtteil-Schule sind“, sagt Zeich, „denn die meisten unserer Schülerinnen und Schüler kommen nicht aus Marxloh."

Nicht alle Netzwerke gleich wichtig

Was die Bedeutung des Standorts nicht schmälere: „Natürlich ist Marxloh besonders“, sagt Zeich, „wir sind in vielen Netzwerken in Stadt und Stadtteil verflochten. Aber nicht alle dieser Netzwerke sind gleich wichtig für uns.“

Zwei von zahlreichen Schwerpunkten seien ihm derzeit besonders wichtig: Intensive Sprachförderung und die Verbesserung der Schul-Ausstattung. Damit die Schule ihre Kernaufgabe gut erfüllen könne: „Wir wollen an den Berufs-Biografien dieser jungen Menschen mit zeichnen.“

Impressionen der Abschlussfeiern 2019

Impressionen der Abschlussfeier 2018

„Bräute“ werben im Landtag für Marxloh und bessere Bildung

Duisburg/Düsseldorf. 35 Schülerinnen waren als Bräute in Düsseldorf. Im Landtag haben sie Lobbyarbeit für Marxloh gemacht - und ein besseres Schulsystem gefordert.

Ihre langen weißen Kleider leuchten im Sonnenschein, rascheln über die Herbstblätter. 35 Bräute und zwei Bräutigame stellen sich auf dem Schulhof des Sophie-Scholl-Berufskollegs kichernd zum Gruppenfoto auf. In den Händen halten sie gelb-schwarze Schilder, darauf fordern sie „Respekt“, „Toleranz“, „Integration“, betonen, dass sie „Made in Marxloh“ und auf einer „Talentschule“ sind. Einen Besuch des Landtags in Düsseldorf wollen sie nutzen, um Lobbyarbeit zu machen, für sich und ihren Stadtteil.

Morgens durften die Schülerinnen des Sophie-Scholl und des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums aus 70 Kleidern wählen, sich schick machen, mittags sind sie schon „die“ Attraktion auf der Rheinpromenade.

„Ihr repräsentiert heute Marxloh!“

Der Runde Tisch Marxloh hat die Fahrt organisiert, stellt zwei Busse für die Bräute. Halil Özet vom Medienbunker Marxloh schwört die Mädchen auf der Fahrt ein: „Ihr repräsentiert hier nicht nur eure Schulen. Ihr repräsentiert Marxloh. Als junge Frauen mit oder ohne Migrationshintergrund habt ihr Träume und Ambitionen.“

Die sind allerdings schwer umzusetzen angesichts des Lehrermangels. Marxloh konkurriert hi8er mit attraktiveren Standorten. Nur 77 der 200 offenen Lehrerstellen seien in Duisburg besetzt worden, schildert Özet.

Staunende Blicke im Plenarsaal

Im Plenarsaal richteten alle Abgeordneten staunende Blicke nach oben in den Besucherbereich. Frank Börner, Landtagsabgeordneter der SPD, und die stellvertretende Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) empfangen die Bräute.

Die Mädchen vom „Elly“ und vom Marxloher Berufskolleg befragen die Politiker hartnäckig zu Themen wie Energiepolitik. Gödecke ist begeistert von dieser „einzigartigen Aktion im Landtag NRW. Danke, dass ihr uns zeigt, wie jung und strahlend schön Marxloh ist. Ihr seid das Thema heute im Landtag und alle fragen, wer ihr seid.

Für Melina (17) hat sich die Tour zum Landtag gelohnt, sie ist zum ersten Mal dort. „Wir haben für Aufsehen gesorgt, die Menschen waren interessiert,wir haben ein positives Bild von Marxloh gezeigt“, erzählt die Schülerin. Spannend seien die politischen Gespräche gewesen, „beim Hambacher Forst bin ich jetzt wieder auf dem aktuellen Stand“, freut sie sich.

Die Plakate mussten übrigens draußen bleiben. Aber ihre Meinung haben die Mädchen mündlich vorbringen können.

Verblüfft war Landtagspräsident André Kuper über die dezidierten Fragen der Schülerinnen. Diese forderten im Gespräch mit ihm hartnäckig eine bessere digitale Infrastruktur an ihren Schulen.

Kuper zeigte sich begeistert, dass der Stadtteil Marxloh so eine Performance abgeliefert hat. Er sei anfangs skeptisch gewesen, weil er Werbung befürchtet hatte, gestand er.

Danke für den interessanten Austausch!

Am 14.11.2017 diskutierten der Bundestagsabgeordnete Herr Mahmut Özdemir, die Präsidentin des Landtags NRW Frau Gödecke, der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg Herr Sören Link zusammen mit Frau Frerkes vom Sophie Scholl Berufskolleg und Herrn Nicolaus vom Robert Bosch Berufskolleg mit 180 SchülerInnen unserer Schule!

 

 

Berufskolleg bittet zum großen Fest