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Städtische Schule der Sekundarstufe II Berufliches Gymnasium und Fachschulen

Sophie-Scholl
Berufskolleg

Europäische Bildung

Unser pädagogischer Leitgedanke ist es, die Schüler auf ein Leben und einen Arbeitsmarkt in einem vereinten Europa vorzubereiten, indem sie schon während ihrer Ausbildung Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem europäischen Ausland machen. Europäische Bildungsprogramme ermöglichen es uns,Studienfahrten, Projekte und individuelle Praktika anzubieten. Siehe hierzu den Link GEB mobil - Auf nach Europa. 

Erasmus+  

Bei den bisher unter dem Namen COMENIUS bekannten Schulprojekten arbeiten SchülerInnen und LehrerInnen aus mindestens drei Ländern für zwei Jahre an einem gemeinsamen fachlichen Thema zusammen.

Erasmus+ fördert Praxisaufenthalte in verschiedenen europäischen Ländern. Schüler/innen diverser Bildungsgänge (Köche, Hotel- und Restaurantfachleute, Gymnastiklehrer, Kosmetiker und Erzieher) nutzen dieses Angebot regelmäßig.

EMEU:

Gesundheitsmanagement und Sport sind die zentralen Arbeitsfelder bei der Kooperation mit England, Finnland und den Niederlanden. Virtual activities & study modules ermöglichen allen zukünftigen Gymnastiklehrerinnen und -lehrern eine transnationale Zusammenarbeit. Vorbereitet wird diese von unserem EMEU- Lehrerteam.
 

Eurocom:

Zukünftige Erzieher/innen können in Dänemark, Finnland, Griechenland, Italien, Niederlande und Spanien fachlich betreute Praktika absolvieren. Die Fachlehrer/innen der beteiligten Länder haben für die Anleitung und die Beurteilung ihrer jeweiligen Gastschüler/innen im Voraus zentrale Kriterien festgelegt.

Lernende Euregio:

Ziel dieses Projektes ist es, branchenspezifische Netzwerke zu den Niederlanden zu entwicklen und gemeinsam in typischen Berufsfeldern zusammenzuarbeiten. Aktuell führen wir mit den Freizeitsportleitern und Gymnastiklehrern das Projekt MOVE2HEALTH durch.

eTwinning:

Positive Erfahrungen haben wir mit der Durchführung virtueller Schulpartnerschaften im Rahmen der Erzieherausbildung gemacht (Rumänien-Estland-Spanien).

Deutsches Generalkonsulat:

In einigen Bildungsgängen haben wir Projekte mit Partnerschulen in Perm/Russland und Karabük/Türkei zusammen mit der Stadt Duisburg durchgeführt.

Robert Bosch Stiftung:

Austauschprojekt mit Schülerinnen und Schülern des Berufsgymnasiums für Tourismus-/Hotelfachleute in Antalya.

Erinnern Ermöglichen:

Geschichte ist keine reine Kopfsache. Aufgrund dieser Erkenntnis finanziert die Stiftung Studienfahrten u.a. nach Polen.

Europass:

Am Ende ihrer Schulzeit erhalten die SchülerInnen als Ergänzung zu ihrem Abschlusszeugnis einen Europass.

Plakate zu den Auslandspraktika

Sophie-Scholl Berufskolleg

2017 - 30 Jahre Erasmus+ und 15 Jahre Europaarbeit am Sophie-Scholl Berufskolleg

Unseren Schüler/innen wird die Möglichkeit zu Auslandspraktika/ transnationale Zusammenarbeit gegeben. Am Europatag wird den jeweiligen Schülern in einer Feierstunde der erworbene Europass offiziell verliehen. Einer persönlichen Karriere in Europa steht somit nichts mehr im Wege.

Die Europaabgeordnete Frau Dr. Koewius veleiht den Schüler/innen im Rahmen des 25-jährigen Schuljubiläums offiziell den Europass.

 

Europass- Verleihung im Rahmen der Abschlussfeiern 2018

 

EU- PROJEKTTAG

Der EU-Projekttag am 25.3.2019 fand sowohl im Rahmen des regulären Unterrichts in den Klassen statt, als auch in Form offener Workshops, Planspielangeboten, Ausstellungen und eines Europaforums am Nachmittag. Um den Schülerinnen und Schülern ein möglichst interessantes Informationsangebot bieten zu können, haben wir an diesem Tag mit der Stadt Duisburg (Europe direct) und der Universität Duisburg-Essen kooperiert.

Im Rahmen des Unterrichts ergaben sich nach Aussagen der Lehrerinnen und Lehrer viele neue Perspektiven für unsere Schüler bzgl. ihres Europabildes. So wurden intensive Gespräche z. B. über die verschiedenartigen Kinderbetreuungsmodelle versch. europäischer Länder (Pädagogische Leitideen/ Verhaltensregeln/ Impfung/ Kostenübernahme) oder die unterschiedlichen Lebenssituationen Jugendlicher innerhalb Europas (Ausbildung/ Arbeitslosigkeit/ Familienverbund) geführt und das eigene Leben mit dem Leben in anderen europäischen Ländern verglichen.

Interessant war auch die Diskussion darüber, warum die EU für viele ein Zufluchtsort ist. Hier spiegelt sich in den Klassen die Gesellschaft in Deutschland wider, aber dadurch, dass ein junger Flüchtling aus dem Irak die Beweggründe und den Fluchtweg genauer beschrieb, erweiterte sich das Verständnis der Mitschülerinnen und Mitschüler.

Der Tag wurde auch zum Anlass genommen, um im Englischunterricht über „European kitchen“ zu sprechen bzw.im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts verschiedene Varianten der italienischen Küche zu erproben und diese zu genießen. Das außerunterrichtliche Angebot ist im Folgenden aufgeführt:

Europa im Interview, Ausstellung zum Europaprofil - Beratung zu Möglichkeiten eines Auslandspraktikums durch das Europa- Team, Diskussionsrunden / Fragespiele und Puzzle zu Europa, Durchführung von Europa- Planspielen (Co2- Ausstoß in der EU) mit Studentinnen und Studenten der Universiät Duisburg- Essen, Kunstaktion mit EU- Motiven in Europafarben, Sportevent - European 4*4 FZ- Turnier, Europa und seine Klischees, Europaforum - Auslandspraktika.

Die diversen Angebote außerhalb des Unterrichts wurden sehr gut angenommen. Durch das Interview mit EUROPA wurde allen klar, dass Griechenland die Wiege Europas ist und das Wort Europa „Weitblick“ bedeutet (Etymologie).Im Rahmen der anschließenden Kunstaktion entstand deshalb auch das Symbol des Auges in den Europafarben.

Auffallend waren 2 weitere Erkenntnisse, die im Workshop „Europa und seine Klischees“, als auch bei der Durchführung eines Europapuzzles auffielen. Viele Schülerinnen und Schüler kennen die Lage und Hauptstädte vieler EU-Länder nicht. Überraschend war z.B., dass Auszubildende der Lebensmitteltechnik wesentlich besser informiert sind als Erzieher. Aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer liegt das daran, dass im Rahmen der Prüfungen diese Fakten abgefragt werden und man deshalb im dualen System darüber besser informiert ist. Klischees hingegen sind in den Klassen verschiedener Bildungsgänge ähnlich vertreten.

Die Kunstausstellung „Gekreuzter Blick auf die Stadtteile“ wurde im letzten Jahr im Rahmen eines Medienprojekts der Fachschule für Erzieher entwickelt und anlässlich des EU-Projekttages neu in der Aula ausgestellt und fand bei den Schülerinnen und Schülern großes Interesse.

Im Rahmen des Europaforums am Nachmittag stellten Schülerinnen und Schüler ihre berufliche Erfahrungen im Auslandspraktikum dar erklärten, wie unterschiedlich jugendliche in Europa leben. Ein gelungener Abschluss des Tages bestand in der intensiven Diskussion der Schülerinnen und Schüler über die Chancen und Möglichkeiten für jungen Menschen in Europa, wenn sie beispielsweise durch die Nutzung von Erasmusprojekten ihren Horizont erweitern und mit Weitblick den Problemen in Europa begegnen.

 

Sophie- Scholl Kolleg macht Mut zum Praktikum in Holland

Marius Fuhrmann - 27.02.2018 - 01:10 Uhr

Schüleraustausche sind ein hervorragender Weg, fremde Menschen und Kulturen kennenzulernen. Und oft entsteht daraus noch mehr: So ist es bei der Partnerschaft des Sophie-Scholl-Berufskollegs in Marxloh und des CIOS Arnheim. Im Rahmen des „Move2Health“-Programms bereiten sich beide Schulen auf einen grenzübergreifenden Arbeitsmarkt vor. Das erste Treffen fand nun bei einem offiziellen Termin mit Bürgermeister Volker Mosblech (CDU) im Duisburger Rathaus statt.

Schüleraustausche sind ein hervorragender Weg, fremde Menschen und Kulturen kennenzulernen. Und oft entsteht daraus noch mehr: So ist es bei der Partnerschaft des Sophie-Scholl-Berufskollegs in Marxloh und des CIOS Arnheim. Im Rahmen des „Move2Health“-Programms bereiten sich beide Schulen auf einen grenzübergreifenden Arbeitsmarkt vor. Das erste Treffen fand nun bei einem offiziellen Termin mit Bürgermeister Volker Mosblech (CDU) im Duisburger Rathaus statt.

Seit 15 Jahren haben Schüler des Sophie-Scholl-Berufskollegs bereits die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum oder andere Projekte in 20 verschiedenen europäischen Ländern zu absolvieren. In vielen Fächern ist dies bereits möglich, nun soll der Sport- und Gesundheitssektor des Berufskollegs folgen.

„Die Schüler lernen sich zunächst kennen und zeigen sich gegenseitig ein paar Übungen. Im Mai und November folgt ein Schüleraustausch“, erklärt Isabella Sliwka, Projektkoordinatorin des Sport- und Gesundheitsbereichs der Schule. „Dies ist jetzt der zweite Jahrgang, und wir sind wieder ein paar Leute mehr geworden. Wir wollen darauf hinarbeiten, dass die Schüler auch in diesem Bereich einmal den Schritt zum Auslandspraktikum wagen“, sagt sie.

Das Leben jenseits der Grenze

Ihr niederländischer Kollege Leon Ebbers findet, das Projekt sei eine gute Möglichkeit, die Schüler zu europäischen Bürgern zu erziehen. „Sie sollen sehen, wie Menschen auf der anderen Seite der Grenze leben, wie sie Sport treiben und sich näher kommen“, sagt er. Die Jugendlichen lernen Sport im Zusammenhang mit Gesundheitsmanagement. Sie wissen beispielsweise, wie sich Rückenschmerzen vorbeugen lassen. „Sie werden auch darauf vorbereitet, als Sportlehrer an Grundschulen oder in Vereinen zu arbeiten“, so Ebbers. Das Austauschprogramm diene auch dem Kennenlernen der jeweiligen Infrastruktur. „Niederländische Schüler wissen zum Beispiel nicht, welche Rolle die Krankenkassen bei uns spielen“, ergänzt Sliwka.

Die Schüler sind gespannt auf das, was sie erwartet: „Es macht Spaß, andere Leute und deren Kultur kennenzulernen“, erklärt Michelle Aurora. Die 18-Jährige hat schon an einem Austausch mit Polen teilgenommen. In Arnheim ist sie dagegen jedes Wochenende. „Mein Onkel wohnt da“, sagt sie. Ähnliches gibt Michael Huising (18) zu Protokoll. „Das ist eine gute Idee, um von anderen zu lernen. Ich will einen Einblick in den Sport hier in Deutschland bekommen und andere Bereiche kennenlernen, die es in den Niederlanden nicht gibt.“ Die erste Attraktion für die Niederländer findet sich gleich im Rathaus: Eine Runde Paternoster möchte jeder fahren

 

Schüler lernen über Grenzen hinaus

Von Dennis Bechtel - 30 JahreEuropaarbeit am Sophie-Scholl-Berufskolleg. Auch zur Zeit laufenwieder Projekte im Ausland. Bald sind Niederländer in Marxloh zu Gast

Marxloh. Jubiläum einer Arbeit, die überLandesgrenzen hinaus geht: Seit 15 Jahren bietet das Sophie-Scholl- Berufskolleg an der Dahlmannstraße seinen Schülern die Möglichkeit eines Auslandsprakti-kums und die Teilnahmean europäischen Projekten in 20 europäischen Ländern an. Der pädagogische Leitgedanke sei es, die Schüler zu europäischen Bürgern zu erziehen und sie auf den europäischen Arbeitsmark tvorzubereiten, wie die Schule erklärt.

Optimaler Lernzuwachs

Aktuell stehtdas EMEU Projekt für künftige Gymnastiklehrer/-in-nen im Mittelpunkt der Europa-arbeit. Gesundheitsmanagement und Sport werden in den englischen, finnischen und niederländischen Partnerschulen dabei so pädagogisch vorbereitet, dass alle europäischen Schüler einen opti-malen Lernzuwachs erzielen. Deshalb sind jetzt wieder vier Schüler zu dem Horizon College nach Hoorn, Niederlande, gefahren und werden in den nächsten Wochen von Profis lernen, wie ein Trainer seine Sportler zu Höchstleistungen bringen kann.

„Fremdsprachenkompetenz erhöht Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“ (Isabella Sliwka, Sophie-Scholl-Berufskolleg)

Da junge Menschen heute gerne digital arbeiten und Fitness-Apps auf dem Sport marktüblich sind, erlernen sie in deutsch-niederländischen IT-Workshops nicht nur das Analysieren von unterschiedlichen Trainingseinheiten und das Erstellen von Lehrfilmen, sondern auch die Entwicklung eigener Fitness-Apps. Um diese Projektmodule (virtual activities und study modules) wissenschaftlichund pädagogisch vorzubereiten, haben sich auch EMEU- Länderteamsin Bath (England) getroffen. Umgekehrt sind bald anlässlich eines Euregio-Projekts niederländische Schüler aus dem Berufskolleg CIOS Rijnijssel, Arnheim, Gäste im Sophie-Scholl- Berufskolleg und lernen den Arbeitsmarkt für Sport- und Gesundheitsberufe in Duisburg kennen.

Mehr 200 Schülerbegegnungen

Die nunmehr seit vielen Jahren bestehende Kooperation in verschiedenen Berufsfeldern (Bäckerei, Gastronomie, Gesundheitsmanagement und Sport ermöglichte bisher mehr als 200 Schülern Be-gegnungen mit europäischen Nachbarn. Isabella Sliwka, verantwortlich für europäische Kooperationen am Sophie-Scholl- Berufskolleg erklärt: „Da grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen den Berufs-alltag immer mehr bestimmen, schätzt unsere Schülerschaft die vielen Kontakte zu europäischen Partnern und nutzt diese im Rahmen von Auslandspraktika. Die dabei verbesserte Fremdsprachenkompetenz und der so erworbene Europass, der bei Arbeitgebern immer mehr Anerkennung in Bewerbungsverfahren findet, erhöhen die persönlichen Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt erheblich.“ 

Gesundheitsmanagement und Sport in Kooperation mit den Niederlanden - CIOS Arnhem zu Besuch in Duisburg

 

INTERVIEW

Europa: Wieso 60? Ich bin doch schon um einiges älter! Immerhin habe ich meine Jugend in der griechischen Antike verlebt. Außerdem spricht man eine Frau nicht auf ihr Alter an!

Redaktion: Oh Verzeihung, wir wollten Ihnen nicht zu nahe treten. Dann erzählen Sie uns doch mal von Ihrer Jugend

Europa: Immer die ollen Kamellen! Mittlerweile müsste doch jeder wissen, dass ich als junges Mädchen die Ehre hatte, vom Göttervater Zeus persönlich entführt zu werden, und dass er sich dazu in einen weißen Stier verwandelt hatte.

Redaktion: In einen weißen Stier??? 

Europa: Na, Sie haben ja wohl in der Schule gar nicht aufgepasst, als es um griechische Sagen ging! Ich sehe schon, ich muss etwas weiter ausholen und Ihnen Nachhilfe in Mythologie geben.

Redaktion: Oh ja, bitte! Ich habe leider in Geschichte nicht besonders gut aufgepasst.

Europa: Beim Blitze des Zeus –

Redaktion: Ich dachte, Zeus war ein Stier!?

Europa: Aber er hatte sich doch nur in diesen verwandelt, weil seine Frau Hera so eifersüchtig war. Zeus hatte sich nämlich in mich verliebt – Sie können sich nicht vorstellen, wie schön und gleichzeitig naiv ich damals war – und er beschloss, mich zu entführen. In Gestalt eines weißen Stiers entstieg er dem Meer an der phönizischen Küste und näherte sich mir. Ich streichelte das überaus schöne, zutrauliche Wesen…

Redaktion: Hatten Sie keine Angst vor diesem massigen Tier? So ein Stier wiegt doch locker seine 500 bis 600 Kilogramm.

Europa: Nein, seine wunderbar braunen Augen und sein silber-weiß glänzendes Fell hatten es mir angetan und ich legte ihm meine frisch gepflückten Blumen als Kranz auf die Stirn.

Redaktion: Und Sie hatten wirklich keine Angst, dass er Sie auf die Hörner nimmt?

Europa: Nein, ich nicht, aber meine Freundinnen. Ich ließ mich aber ablenken und kletterte auf seinen muskulösen Rücken und schmiegte mich an seinen Hals.

Redaktion: Ah, Moment, ich bekomme hier gerade ein Bild rein. Wenn ich Ihnen das mal eben zeigen darf. Es ist von Tizian und wurde um 1560 gemalt.

Europa: Ungeheuerlich, wie hat der mich denn gemalt? Als hätte ich in meiner Jugend Cellulitis und Übergewicht gehabt! Auf den griechischen Vasen bin ich viel schlanker dargestellt worden!

Redaktion: Oh Verzeihung, da bin ja schon wieder in ein Fettnäpfchen getreten! Was passierte dann?

Europa: Jetzt haben Sie das böse F-Wort benutzt, aber egal, um die Geschichte endlich zu Ende zu erzählen: Darauf erhob sich Zeus und stürmte ins Meer, das er mit mir auf dem Rücken durchquerte. Aber wie durch ein Wunder wurden wir nicht einmal nass.

Redaktion: Eine tolle Story! Und wie ging es weiter?

Europa: Nun ja, wir kamen schließlich in Kreta an. Dort gab sich mir Zeus zu erkennen und wir lebten einige Zeit zusammen. Aber leider war Zeus nicht treu (davon weiß ja auch Hera ein Lied zu singen!) und nahm sich bald eine neue Geliebte. Die Liste meiner Nachfolgerinnen und Vorgängerinnen können Sie ja bei Wikipedia nachschauen. Sie werden da aber keine finden, nach der ein ganzer Kontinent benannt worden ist. Aber jetzt sagen Sie mal, wie haben Sie das vorhin gemeint, dass ich erst in den Sixties wäre.

Redaktion: Ja, wissen Sie denn nicht, was mit dem nach Ihnen benannten Kontinent so passiert ist?

Europa: Nein, aber jetzt ist es an Ihnen, mir Nachhilfe zu erteilen.

Redaktion: Also gut: Wir leben jetzt in einem Staatenbund, der sich Europäische Union nennt. Aus dem 1951 geschlossenen Vertrag zwischen sechs Staaten, nämlich Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Luxemburg, Italien und den Niederlanden, der sogenannten Montanunion, ist die Europäische Union mit 28 Mitgliedern geworden.

Europa: Und was war damals der Sinn dieses Vertrages?

Redaktion: Es ging um wirtschaftliche Interessen, genauer gesagt um Kohle und Stahl. 40 Jahre später wird die Europäische Gemeinschaft in Europäische Union umbenannt, kurz EU)

Europa: Und das ging alles friedlich zu.

Redaktion: Ja, nach dem Zweiten Weltkrieg herrscht in Europa Frieden. Und seit 2002 kann man in vielen Ländern mit derselben Währung bezahlen, dem Euro.

Europa: Und wie kommt die Jugend in Europa zurecht?

Redaktion: Leider ist die europäische Jugend im Moment von Arbeitslosigkeit bedroht. Aber nie war es einfacher, in andere europäische Länder zu reisen und dort sein Glück zu versuchen.

Europa: Da bin ich beruhigt, dass auch heute noch junge Menschen keine Angst vorm Reisen haben und dass der Kontinent, auf dem ich einst mit Zeus ankam, sich so weiter entwickelt hat.

Redaktion: Was wünschen Sie, liebe Europa, als Mensch dem nach Ihnen benannten Kontinent für die Zukunft?

Europa: Ich wünsche mir, dass Europa mir alle Ehre macht und in Wirtschaft, Politik, Kultur und der Erhaltung des Friedens „weite Sicht“ beweist! Alle Menschen – egal woher – sollen die Chance erhalten, in Wohlstand und Würde zu leben.

Redaktion: Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview

Kunstausstellung "Gekreuzter Blick auf die Stadtteile"

Die Ausstellung „Gekreuzter Blick auf die Stadtteile“ räumt mit Vorurteilen und vorgefertigten Meinungen auf und erzählt die Geschichte der Begegnungen mit Jugendlichen aus sogenannten Problembezirken in Deutschland und Frankreich. Sie wirft einen Blick auf den Alltag dieser Jugendlichen und auf ihre Erwartungen an die Gesellschaft und die demokratischen Werte, auf die diese sich beruft.

Es handelt sich hierbei um ein Kooperationsprojekt, das zwischen dem Sophie-Scholl Berufskolleg, dem Institut Francais und dem Ministerium für politische Bildung NRW stattfand. Die Erzieherklasse hat Anfang November 2017 in einem Intensivworkshop mit Herve Lequeux (Fotoreporter) und Sebastien Deslandes (Journalist) aus Frankreich verschiedene Menschen, Orte und Institutionen in Marxloh besucht und ist dort mit den Menschen über ihr Verständnis von Demokratie in ihrem Leben, in ihrer Arbeit und in ihrem Alltag ins Gespräch gekommen. diskutiert. Das Ergebnis, aber nur ein Teil der Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse, spiegelt sich in dieser Ausstellung in Bild und Text wider.

Die Ausstellung nimmt Kinder und Jugendlichen im Stadtteil in den Fokus und zeigt Parallelen zu dem Leben der Kinder und Jugendlichen in Frankreich auf. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Szene gesetzt und die Fotos und Texte so kombiniert, dass ein Aspekt mit jedem Bilderpaar in einem „gekreuzten Blick“ betrachtet wird. Dabei ist der Text – die Geschichte, die Motive und Eindrücke hinter dem Bild – genauso wertvoll und interessant, wie das Foto selbst.