Ein Kinobesuch wird zur Tradition in der pädagogischen Arbeit. Wie in den vergangenen Jahren besuchten die Schüler*innen des Bildungsgangs Kinderpflege des Sophie-Scholl-Berufskollegs kurz vor den Weihnachtsferien das Filmforum Duisburg, um den Film „Maria Montessori“ zu sehen. Dabei wurde pädagogisches Lernen mit Gemeinschaftserlebnissen verbunden und die Ausbildung durch außergewöhnliche Eindrücke bereichert

Der Film „Maria Montessori“ beleuchtet das Leben und Wirken der weltberühmten Pädagogin, deren Ansätze bis heute die Arbeit in Kitas und Schulen prägen. Die angehenden Kinderpfleger*innen erhielten so wertvolle Einblicke in pädagogische Methoden und konnten Verbindungen zu ihrer Ausbildung und zukünftigen Berufspraxis herstellen. Montessori’s Philosophie „Hilf mir, es selbst zu tun“ regte zur Diskussion an:
Wie lassen sich ihre Ideen in die moderne Arbeit mit Kindern übertragen?
Diese Reflexionen führten zu lebhaften Gesprächen, in denen die Schüler*innen die Bedeutung von Eigenverantwortung und individueller Förderung in der kindlichen Entwicklung herausarbeiteten.
Der Kinobesuch diente auch zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Der Austausch über den Film begann bereits direkt nach der Vorführung im Foyer des Filmforums. Viele Schüler*innen brachten eigene Erfahrungen aus Praktika oder dem Alltag mit ein und diskutierten, wie sie Montessoris Ansätze in ihrer späteren Arbeit anwenden könnten. Die entspannte Atmosphäre erleichterte es, Gedanken offen auszutauschen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Nach dem Film nutzten die Schüler*innen die Gelegenheit, gemeinsam den Duisburger Weihnachtsmarkt zu besuchen. Hier konnten sie die Eindrücke des Films in lockerer Runde vertiefen. Die gemeinsame Zeit fernab von Unterrichtsräumen förderte nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern schuf auch Raum für persönliche Gespräche und neue Freundschaften. Die Mischung aus Lernen und Erleben machte den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Besonders hervorgehoben wurde von vielen Schüler*innen, wie wertvoll solche Gelegenheiten für das persönliche Wachstum und die berufliche Orientierung sind.
Solche Aktivitäten schaffen eine wertvolle Abwechslung zum Unterrichtsalltag und bereichern die Ausbildung mit außergewöhnlichen Lernerfahrungen, etwa indem sie den Schüler*innen zeigen, wie sie pädagogische Theorien direkt in ihrer praktischen Arbeit anwenden können, beispielsweise durch die gezielte Förderung der Selbstständigkeit bei Kindern. Der Kinobesuch zeigte, wie Wissen durch Erleben vertieft werden kann – eine wichtige Botschaft, die auch Maria Montessori begeistert hätte. Denn Lernen hört nicht an der Klassenzimmertür auf.
Kontakt

Kerstin Strufe
Komm. Bereichskoordinatorin Kinderpflege
Schulentwicklung, Qualitätsmanagement, Inklusion