Die Einweihung der neuen Lehrküche und des Lehrrestaurants am Sophie-Scholl-Berufskolleg war nicht nur ein architektonischer und bildungspolitischer Höhepunkt, sondern fiel auf ein bedeutsames Datum: den Geburtstag von Sophie Scholl, der Namensgeberin der Schule. Dieser Tag wurde genutzt, um eine besondere Gedenkaktion mit klarer Botschaft durchzuführen – ein Zeichen für Mut, Zivilcourage und Frieden

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg geboren und wurde durch ihren mutigen Widerstand gegen das NS-Regime zur Symbolfigur der Zivilcourage. Als Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ verfasste und verteilte sie mit ihrem Bruder Hans und weiteren Mitstreitern Flugblätter, in denen sie zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus aufrief.

Für diesen Einsatz wurde sie am 22. Februar 1943 im Alter von nur 21 Jahren hingerichtet. Ihre klare Haltung, ihr Mut und ihr moralisches Handeln machen sie bis heute zu einem Vorbild – besonders für junge Menschen.

Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs ehrten Sophie Scholl an diesem besonderen Tag mit einer stillen, aber eindrucksvollen Aktion: Nach dem offiziellen Festakt zur Einweihung ließen sie bunte Ballons mit Friedensbotschaften steigen. Jede Botschaft spiegelte die Werte wider, die Sophie Scholl verkörperte – Mut, Menschlichkeit, Gerechtigkeit.

„Es war uns wichtig, an diesem Tag nicht nur die neuen Räume zu feiern, sondern auch an die Namensgeberin und die Werte unserer Schule zu erinnern“, sagte Daniel Kober, kom. Bereichskoordinator für die Schulkultur.

Die Verknüpfung von Bildung und Haltung sowie die Förderung demokratischen Denkens und Handelns sind ist zentrale Anliegen der Schule. Zur Feier des Tages wurde eine dreistöckige Geburtstagstorte von Heidi Abbenhaus (Schulfachliche Dezernentin, Bezirksregierung Düsseldorf) und Frank Schwarz (DEHOGA-Vorsitzender der Kreisgruppe Duisburg) angeschnitten und an die Gäste ausgegeben.

Die Verbindung zwischen dem neuen, zukunftsorientierten Lernort und dem historischen Vorbild von Sophie Scholl macht deutlich, dass berufliche Bildung mehr sein kann als fachliches Training. Sie kann auch ein Raum sein, in dem junge Menschen Haltung entwickeln und Verantwortung übernehmen. So wurde die Einweihung zu mehr als nur einer Eröffnungsfeier: Sie wurde zu einem Symbol für das, was Schule leisten kann – fachlich stark, menschlich bewusst und gesellschaftlich wirksam. Dies zeigte sich auch in der Nachhaltigkeit der Ballons, die keine dauerhaften Spuren in der Natur hinterlassen werden, sondern aus biologischem Material sind und sich vollständig abbauen.

Copyright der Bilder 1-4: Nikolay Dimitrov / WBD

Kontakt

Daniel Kober

Kom. Bereichskoordinator
für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und Schulkultur