Am 17. Juni nahm Phanuel Adou, als SBK-Talent und Mitglied der NRWTalente_academy, an einer Podiumsdiskussion in Duisburg teil. Gemeinsam mit Politiker*innen und Wissenschaftler*innen diskutierten sie über die Zukunft industrieller Regionen, soziale Herausforderungen und persönliche Chancen. Besonders bewegend war für sie der Austausch über Vorurteile, Bildungshürden und das Potenzial ihrer Heimatstadt

„Ich bin Jade Phanuel Adou und besuche die BF2-Klasse mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales am Sophie-Scholl-Berufskolleg. Am 17. Juni habe ich als Mitglied der NRWTalente_academy an einer Podiumsdiskussion in Duisburg teilgenommen. Die Diskutant*innen waren Senator Kent Smith aus Ohio, Anne Mervenne, CEO der Consulting Firma Mervenne & Co., sowie Vertreter*innen aus dem Ruhrgebiet. Dazu gehörten Anne Mengede, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin für Englisch und internationale Mobilität am TalentKolleg Ruhr in Gelsenkirchen, und Professorin Dr. Barbara Buchenau, Professorin für Nordamerikanische Studien an der Universität Duisburg-Essen.

Viele wichtige Themen wurden während der Veranstaltung angesprochen. Unter anderem, dass viele Menschen einen Abschluss besitzen, aber sie große Schwierigkeiten haben in ihren Traumberuf einsteigen zu können, da der Arbeitsmarkt nicht genug passende Stelle für Absolvent*innen bietet oder weil jemand nicht aus einer akademischen Familie kommt. Deswegen kommt es häufig vor, dass Menschen unsicher wirken in Bezug auf ein Studium. Auch andere Herausforderungen des Alltags wurden diskutiert. Zum Beispiel, wie wir das Image unserer Städte verbessern können, um mehr Menschen zum Bleiben zu bewegen – sei es als Einwohner*innen oder Tourist*innen.

Während der Fragerunde wurde von einem Teilnehmer erwähnt, wie manche Menschen sich die Stadt Duisburg vorstellen.

„Wenn ich sage, dass ich in Duisburg wohne, denken sie direkt an Marxloh – an Gewalt“, berichtete er.

Die Professorin Dr. Barbara Buchenau hat mich mit ihrer Antwort zu der Frage besonders überrascht. Sie hat von den unterschiedlichen schönen Orten berichtet. Der Landschaftspark war einer davon. Tatsächlich hat sich meine Perspektive geändert. Falls ich in so eine Situation komme, werde ich, anstatt zu diskutieren, einfach von den schönen Seiten meiner Stadt berichten. Dadurch partizipiere ich an der Gestaltung einer schönen Gesellschaft, nutze meine Stimme als Jugendliche und gebe einer Person die Motivation, meine Stadt zu besuchen.

Zudem hatte ich eine Frage, die mir längst nicht aus dem Kopf ging. Ich wollte wissen, wie die Krankenhausrechnungen in den USA bezahlt werden, da sie ziemlich hoch sind. Wieso sollte eine Person, zum Beispiel für ein Studium, ein Land verlassen, wo sie Zugang zu einer Krankenkasse hat, für ein Land, wo sie einen hohen Beitrag bezahlen muss? Frau Anne Mengede hat uns wissen lassen, dass es Stipendium gibt, die einen auf dem ganzen Studienweg unterstützen können.

Es gibt viele Herausforderungen wie z.B. Rassismus, soziale Ungleichheit oder ungleiche Bezahlung für Frauen und Männer. Es freut mich, dass sich wichtige Vertreter*innen sich die Zeit nehmen, mit Jugendlichen zu diskutieren und zusammen zu überlegen, wie wir gemeinsam einen Wandel gestalten können.

„Wir freuen uns, dass Phanuel sich nach unserem Vorschlag für das RuhrTalente-Stipendium als Mitglied der NRWTalent_academy über den Unterricht hinaus engagiert und sich in gesellschaftliche Debatten einmischt. Unsere enge Kooperation mit dem Talentzentrum NRW und unserem Talentscout, Kilian Krosse, werden wir im nächsten Schuljahr -im Sinne unserer tollen SBK-Talente- selbstverständlich fortführen“, so der kom. Bereichskoordinator Daniel Kober.

Link:

https://www.nrw-talentzentrum.de/nrwtalente-academy/

Daniel Kober
Kom. Bereichskoordinator für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und Schulkultur

kober@sophie-scholl-bk.eu

Dr. Matthias Keidel
Ansprechpartner für Talentförderung / Stipendienprogramme

keidel@sophie-scholl-bk.eu