Als erfahrene Schulsozialarbeiterin blicke ich auf ein bereicherndes Projektquartal in diesem Schuljahr zurück. Die vergangenen Monate waren geprägt von engagierter Zusammenarbeit, lebendigen Begegnungen und vielfältigen Lernprozessen. In dieser Zeit durfte ich zahlreiche pädagogische, kulturelle und berufsorientierende Angebote planen, koordinieren und begleiten, die unsere Schüler/innen ganzheitlich in ihrer Entwicklung gestärkt haben.

Den Auftakt bildeten die Kennenlerntage mit Klassen der Berufsfachschulen Gesundheit – Erziehung – Soziales Typ 1 und Typ 2 zu Beginn des Schuljahres. Diese Tage boten Raum für Begegnung, Vertrauen und Beziehungsgestaltung. Gerade für neu zusammengesetzte Klassen waren sie ein wichtiger Baustein für ein positives Klassenklima und ein gutes Ankommen im schulischen Alltag. Spielerische Elemente, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten förderten Offenheit, gegenseitigen Respekt und erste soziale Bindungen.

Darauf aufbauend folgten für zwei Klassen der Berufsfachschulen Typ 2 theaterpädagogische Projektwochen im Internationales Kulturzentrum Kiebitz. Unter den Titeln „Mut und Berufung“ sowie „NO GO AREA“ setzten sich die Schüler/innen kreativ mit persönlichen Stärken, Zukunftsfragen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander. Durch Rollenarbeit, Improvisation und Reflexion wuchsen Ausdrucksfähigkeit, Empathie und Teamgeist – oft auch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Die abschließenden Aufführungen vor anderen Klassen, Lehrkräften und der Schulleitung stärkten sichtbar das Selbstvertrauen der Beteiligten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Berufs- und Lebensorientierung. Der Besuch der DASA Dortmund eröffnete zwei Klassen der Berufsfachschulen Gesundheit – Erziehung – Soziales Typ 2 sowie einer Klasse der einjährigen Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement eindrucksvolle Einblicke in die Arbeitswelt und deren Einfluss auf Gesundheit und Gesellschaft. Die interaktiven Ausstellungen regten zum Nachdenken über eigene berufliche Perspektiven an.

Im BIZ Duisburg setzten sich Schüler/innen der Berufsfachschulen Gesundheit – Erziehung – Soziales Typ 1 gemeinsam mit einem Berufsberater intensiv mit Ausbildungswegen und beruflichen Möglichkeiten auseinander. Ein besonderes Highlight war die interaktive Aufführung des Forum Theater Ruhr. Die Schüler/innen der Unterstufen der zweijährigen Berufsfachschulen sowie der Erzieher/innen-Klassen wurden aktiv einbezogen, entwickelten Handlungsalternativen und reflektierten mutig Themen wie Zivilcourage, Verantwortung und Konfliktlösung.

Frau Kramp
Schulsozialarbeit

kramp@sophie-scholl-bk.eu

Durch die Beteiligungsaktion mit dem Quartiersmanagement Marxloh – Stark im Norden konnten Schüler/innen ihre Ideen, Meinungen und Erfahrungen einbringen und erleben, dass ihre Stimmen im Stadtteil gehört und ernst genommen werden.

Abgerundet wurde das Quartal durch einen gemeinsamen Kinobesuch im filmforum Duisburg mit anschließendem Ausklang. Diese Monate haben erneut deutlich gemacht, wie wertvoll Schulsozialarbeit als Brücke zwischen Schule, Lebenswelt und Gesellschaft ist – begleitend, stärkend und nachhaltig wirksam.