Am 8. März ist jedes Jahr Weltfrauentag. Viele Menschen wissen, dass es diesen Tag gibt – doch warum er wichtig ist, ist oft weniger bekannt. Genau deshalb hat die Klasse der Freizeitsportleiter/innen der Unterstufe FZ251 an unserer Schule eine besondere Aktion organisiert.
In zwei großen Pausen richteten die Schüler/innen Infostände zum Weltfrauentag ein. Dort informierten sie Mitschüler/innen und Lehrer/innen über die Geschichte des Tages, über bekannte Frauen aus Politik, Sport und Wissenschaft sowie über aktuelle Themen rund um Gleichberechtigung. Neben kurzen Informationsplakaten gab es auch kleine Gespräche und Diskussionen. Ziel war es, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und Wissen zu vermitteln.
Schon bei den Vorbereitungen wurde deutlich, dass viele Schüler/innen zuvor nur wenig über den Weltfrauentag wussten. Ein Schüler aus der Klasse fasste seine neue Erkenntnis so zusammen:
„Ich dachte zuerst, das ist einfach nur ein besonderer Tag für Frauen. Aber eigentlich geht es darum zu zeigen, dass Frauen überall die gleichen Chancen haben sollten wie Männer – und dass das noch nicht überall so ist.“
Der Weltfrauentag hat eine lange Geschichte. Er entstand Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Frauenbewegung und setzt sich seitdem für Gleichberechtigung, bessere Arbeitsbedingungen und politische Teilhabe von Frauen ein. In vielen Ländern ist der 8. März heute ein wichtiger Aktionstag für Frauenrechte.
Auch heute gibt es weltweit noch viele Bereiche, in denen Frauen benachteiligt sind. In vielen Berufen verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer. In Führungspositionen sind sie deutlich seltener vertreten. Außerdem übernehmen Frauen in vielen Familien weiterhin den größten Teil der unbezahlten Care-Arbeit, also zum Beispiel Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. In einigen Ländern haben Frauen zudem immer noch weniger Zugang zu Bildung oder politischen Ämtern.

Daniel Kober
Bereichskoordinator für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und Schulkultur
Durch die Infostände entstanden in den Pausen zahlreiche Gespräche. Viele Schüler/innen stellten Fragen, diskutierten über Gleichberechtigung und tauschten ihre Meinungen aus. So wurde der Weltfrauentag an unserer Schule nicht nur erwähnt, sondern aktiv thematisiert.
Auch der Fachlehrer für Gesellschaftslehre, Herr Kober, lobte das Engagement der Klasse:
„Am Anfang war die Klasse dem Thema gegenüber noch eher reserviert, und gerade weil viele der Schüler/innen Männer sind, gab es zunächst auch einige Vorurteile und Unsicherheiten. Umso beeindruckender war es zu sehen, wie intensiv sich die Schüler/innen dann in das Thema hineingearbeitet haben. Durch die Vorbereitung und die Gespräche an den Infoständen ist ein echtes Interesse entstanden. Genau solche Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen und auch eigene Sichtweisen zu hinterfragen.“