* natürlich auch für alle interessierten Schülerinnen und Schüler

Viele von uns haben schon einmal als Kind und/oder als Jugendliche/r den älteren Nachbarn von nebenan die Einkaufstaschen in die Wohnung getragen oder der eigenen Großmutter mal bei der Hausarbeit geholfen. Aber wie ist es wirklich alten und hilfsbedürftigen Menschen zu helfen und sie in der Erledigung ihrer täglichen Grundbedürfnisse zu unterstützen? Wie ist es, wenn man nicht mehr so körperlich agil und fit ist und sich nicht mehr so bewegen kann wie mit 18 Jahren? Wie sieht die Welt für jemanden aus, der eine altersbedingte Augenerkrankung wie den Grauen Star hat? Und welche besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden an das Pflegepersonal in unserer modernen und schnelllebigen Gesellschaft gestellt? Wie lange dauert die Ausbildung? Wie hoch ist der Verdienst in der Pflege? Wie gut sind die Chancen sich “hochzuarbeiten” bzw. wie gut sind die Karrierechancen?

All das sind Fragen, die unsere Schülerinnen und Schüler der Koordinatorin für die Pflegeausbildung Frau Katarczyna Kocaj vom Ernst Ermert Haus der AWO Cura Duisburg im Rahmen eines Pflege-Workshops, der Anfang März 2020 in unserer Dependance angeboten wurde, gestellt haben, und die die Expertin in einem interessanten Vortrag zum Pflegeberuf beantwortet hat. Und nicht nur das! Um die Pflege interaktiv – sozusagen hautnah miterleben zu können, wurden mehrere Aktivitäten durchgeführt wie z. B. richtiges Händewaschen/Desinfizieren und die Kontrolle der frisch gewaschenen Hände mit einem Blaulichtkasten. Und viele von uns waren doch wirklich geschockt, wie gering die Benetzung der Hautoberfläche mit dem Desinfektionsmittel war bei. Anschließend wurden die Lernenden darin beschult die Hände richtig zu waschen und zu desinfizieren.

Durch das Tragen von Brillen mit verschiedenen Linsengläser, die altersbedingte Augenerkrankungen und die daraus resultierende Wahrnehmungsreduktion der Umwelt (wie die Einschränkung des Sehfeldes) simulieren, wurden die Schülerinnen und Schüler mir den möglichen Einschränkungen ihrer Großeltern konfrontiert. Die anschließende Problematisierung löste viele AH-Momente nicht nur bei den Lernenden aus.

Nach einem ereignisreichen und informativen Vormittag, an dem nicht nur Fragen beantwortet wurden, sondern auch vieles ausprobiert werden konnte, bekamen die Schülerinnen und Schüler ihre Teilnahmebestätigungen ausgehändigt und waren durch den fachmännischen Workshop von Frau Kocaj ihrem Wunschberuf um einiges näher.