Schüler*innen der Ausbildungsgänge zur staatlich geprüften Gymnastiklehrkraft und Kosmetikerin am Sophie-Scholl-Berufskolleg nahmen gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Fromm und Herrn Louis an einem internationalen Erasmus+ -Projekt in Taranto, Süditalien, teil. Dort trafen sie auf Lernende und Lehrkräfte aus mehreren europäischen Ländern. Im Fokus der Reise stand ein interkultureller Austausch mit theaterpädagogischem Schwerpunkt zum Thema Mobbing. Die Begegnung fand im Rahmen des dreijährigen Projekts „Bullying – A matter of self-esteem“ statt, an dem das Berufskolleg bereits seit mehreren Jahren beteiligt ist

Das zentrale Ereignis des Aufenthalts war die gemeinsame Aufführung des Theaterstücks „Breaking the chain“ im Teatro Padre Turoldo. Das Stück wurde von internationalen Schüler*innengruppen entwickelt und bereits zuvor in Serbien uraufgeführt. In Taranto übernahmen neue Teams aus den teilnehmenden Schulen die Inszenierung. Neben der Aufführung präsentierten alle Länder ihre Ergebnisse zum Projektthema. Dabei zeigten sich kreative Ansätze im Umgang mit Mobbingerfahrungen und der Stärkung des Selbstwertgefühls junger Menschen.

Auch außerhalb des Theaters gab es zahlreiche Gelegenheiten für kulturellen Austausch. So wurde die Gruppe bei ihrer Ankunft herzlich von der Schulleiterin des Istituto Plateja empfangen – stilecht in einer traditionellen italienischen „Cantina“. Gemeinsame Abende mit Musik, landestypischem Essen und Tanz boten Raum für persönliche Gespräche und neue Freundschaften über Sprachgrenzen hinweg.

Die Schüler*innen des Berufskollegs zeigten sich nach der Reise begeistert – nicht nur vom Land und der Gastfreundschaft, sondern auch von den gemeinsamen Erfahrungen auf der Bühne.

„Es war unglaublich, wie schnell man mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt kommt, wenn man gemeinsam ein Ziel verfolgt“, sagte Teilnehmerin J. „Ich habe gelernt, dass Theater viel mehr sein kann als nur eine Aufführung – es verbindet“, ergänzte M.

Ein anderer Schüler fasste die Tage so zusammen:

„Am Anfang hatte ich Bedenken wegen der Sprache, aber am Ende war das überhaupt kein Problem. Wir haben einfach miteinander gespielt – das war total befreiend.“

Das Projekt war nicht nur ein Beitrag zur europäischen Verständigung, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, sich selbst besser kennenzulernen. Die Teilnehmenden konnten eigene Grenzen überwinden und erfahren, wie viel Potenzial in Teamarbeit, Vertrauen und kreativem Ausdruck steckt. Das Sophie-Scholl-Berufskolleg setzt mit solchen Projekten bewusst auf interkulturelles Lernen und Persönlichkeitsbildung über den Fachunterricht hinaus.

Links zum Projekt und den Partnerorganisationen:

Frau Fromm
Ansprechpartnerin für
EU-Auslandspraktika

fromm@sophie-scholl-bk.eu

Herr Louis
Ansprechpartner für
EU-Auslandspraktika

louis@sophie-scholl-bk.eu