Mobbing bleibt ein ernstes Problem an Schulen. Lehrkräfte des Sophie-Scholl-Berufskollegs haben in einem Erasmus+-Projekt in Spanien Methoden entwickelt, um Mobbing zu verhindern und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Ziel: Ein sicheres Schulumfeld für alle Schüler*innen
Mobbing verursacht tiefe seelische Wunden. Das Sophie-Scholl-Berufskolleg setzt hier mit einem neuen Ansatz an: Starke soziale Kompetenzen, ein hohes Selbstwertgefühl und Empathie sollen Mobbing verhindern. Beim fünftägigen Erasmus+-Projekt „BAM1“ lernten Lehrer*innen aus fünf Ländern gezielte Methoden und Werkzeuge kennen, um Schüler*innen zu unterstützen und eine offene Gesprächskultur zu fördern.
Dabei ging es nicht nur um die Erkennung und Bewältigung von Mobbing, sondern auch darum, wie Lehrkräfte den Betroffenen helfen können, ihr Selbstbewusstsein zurückzugewinnen. Ein wichtiger Schwerpunkt war der Austausch mit Kolleg*innen aus Spanien, Türkei, Griechenland und Serbien. Die Teilnehmer*innen diskutierten darüber, wie unterschiedliche Kulturen Mobbing erleben und bekämpfen.
Es lag ein besonderer Fokus darauf, Schüler*innen zu ermutigen, sich bei Problemen Lehrkräften anzuvertrauen. Offenheit im Klassenzimmer kann helfen, Mobbing schneller zu erkennen und die nötige Unterstützung für Betroffene sicherzustellen. Die Lehrkräfte lernten, wie sie gezielt Gespräche anregen und den Schüler*innen zeigen können, dass ihre Sorgen ernst genommen werden. Denn nur, wenn die Betroffenen das Vertrauen haben, über ihre Erfahrungen zu sprechen, kann präventiv eingegriffen werden.
Ein wertvoller Aspekt des Projekts war der interkulturelle Austausch. Die teilnehmenden Lehrkräfte berichteten von ihren Erfahrungen und Strategien im Umgang mit Mobbing in ihren Heimatländern. Hierbei zeigte sich, dass Mobbing an Schulen international ähnliche Ursachen und Auswirkungen hat, jedoch oft unterschiedlich wahrgenommen und behandelt wird. Dieser Austausch förderte das gegenseitige Verständnis und eröffnete neue Perspektiven für die tägliche Arbeit.
Das Ziel ist klar: Am Sophie-Scholl-Berufskolleg soll Mobbing keine Chance haben. Die erlernten Methoden fördern ein respektvolles Miteinander und vermitteln den Schüler*innen den Wert von Empathie und Zusammenhalt. Ein sicheres und unterstützendes Umfeld ist die Basis, auf der sich Jugendliche frei entfalten können. Die Arbeit im Rahmen des Erasmus+-Projekts zeigt: Mobbingprävention erfordert Engagement, Austausch und ein festes Ziel vor Augen – eine Schule, in der sich alle sicher fühlen.
Kontakt

Jürgen Wrobel
Bereichskoordinator
Europäische Bildung – Gesundheitsmanagement – Sprachbildung



