Der EU-Projekttag am 25.3.2019 fand sowohl im Rahmen des regulären Unterrichts in den Klassen statt, als auch in Form offener Workshops, Planspielangeboten, Ausstellungen und eines Europaforums am Nachmittag. Um den Schülerinnen und Schülern ein möglichst interessantes Informationsangebot bieten zu können, haben wir an diesem Tag mit der Stadt Duisburg (Europe direct) und der Universität Duisburg-Essen kooperiert.

Im Rahmen des Unterrichts ergaben sich nach Aussagen der Lehrerinnen und Lehrer viele neue Perspektiven für unsere Schüler bzgl. ihres Europabildes. So wurden intensive Gespräche z. B. über die verschiedenartigen Kinderbetreuungsmodelle versch. europäischer Länder (Pädagogische Leitideen/ Verhaltensregeln/ Impfung/ Kostenübernahme) oder die unterschiedlichen Lebenssituationen Jugendlicher innerhalb Europas (Ausbildung/ Arbeitslosigkeit/ Familienverbund) geführt und das eigene Leben mit dem Leben in anderen europäischen Ländern verglichen.

Interessant war auch die Diskussion darüber, warum die EU für viele ein Zufluchtsort ist. Hier spiegelt sich in den Klassen die Gesellschaft in Deutschland wider, aber dadurch, dass ein junger Flüchtling aus dem Irak die Beweggründe und den Fluchtweg genauer beschrieb, erweiterte sich das Verständnis der Mitschülerinnen und Mitschüler.

Der Tag wurde auch zum Anlass genommen, um im Englischunterricht über „European kitchen“ zu sprechen bzw.im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts verschiedene Varianten der italienischen Küche zu erproben und diese zu genießen. Das außerunterrichtliche Angebot ist im Folgenden aufgeführt:

Europa im Interview, Ausstellung zum Europaprofil – Beratung zu Möglichkeiten eines Auslandspraktikums durch das Europa- Team, Diskussionsrunden / Fragespiele und Puzzle zu Europa, Durchführung von Europa- Planspielen (Co2- Ausstoß in der EU) mit Studentinnen und Studenten der Universiät Duisburg- Essen, Kunstaktion mit EU- Motiven in Europafarben, Sportevent – European 4*4 FZ- Turnier, Europa und seine Klischees, Europaforum – Auslandspraktika.

Die diversen Angebote außerhalb des Unterrichts wurden sehr gut angenommen. Durch das Interview mit EUROPA wurde allen klar, dass Griechenland die Wiege Europas ist und das Wort Europa „Weitblick“ bedeutet (Etymologie).Im Rahmen der anschließenden Kunstaktion entstand deshalb auch das Symbol des Auges in den Europafarben.

Auffallend waren 2 weitere Erkenntnisse, die im Workshop „Europa und seine Klischees“, als auch bei der Durchführung eines Europapuzzles auffielen. Viele Schülerinnen und Schüler kennen die Lage und Hauptstädte vieler EU-Länder nicht. Überraschend war z.B., dass Auszubildende der Lebensmitteltechnik wesentlich besser informiert sind als Erzieher. Aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer liegt das daran, dass im Rahmen der Prüfungen diese Fakten abgefragt werden und man deshalb im dualen System darüber besser informiert ist. Klischees hingegen sind in den Klassen verschiedener Bildungsgänge ähnlich vertreten.

Die Kunstausstellung „Gekreuzter Blick auf die Stadtteile“ wurde im letzten Jahr im Rahmen eines Medienprojekts der Fachschule für Erzieher entwickelt und anlässlich des EU-Projekttages neu in der Aula ausgestellt und fand bei den Schülerinnen und Schülern großes Interesse.

Im Rahmen des Europaforums am Nachmittag stellten Schülerinnen und Schüler ihre berufliche Erfahrungen im Auslandspraktikum dar erklärten, wie unterschiedlich jugendliche in Europa leben. Ein gelungener Abschluss des Tages bestand in der intensiven Diskussion der Schülerinnen und Schüler über die Chancen und Möglichkeiten für jungen Menschen in Europa, wenn sie beispielsweise durch die Nutzung von Erasmusprojekten ihren Horizont erweitern und mit Weitblick den Problemen in Europa begegnen.