Die Kinderpflege-Klassen KI2411 und KI2422 erlebten zwei erlebnisreiche Exkursionen zur Naturwerkstatt als außerschulischem Lernort an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Begleitet von Lehrkraft und Schulsozialarbeit standen Naturerkundung, praktisches Lernen und Teamübungen im Mittelpunkt. Die Tage verbanden Wissen, Naturerlebnis und Gemeinschaft auf besondere Weise und boten wertvolle Impulse für Ausbildung und Klassenzusammenhalt
Vor Ort empfing der Naturführer Martin Scholz die Auszubildenden herzlich und führte sie mit viel Fachwissen und Begeisterung durch die umliegende Wald- und Seenlandschaft. Schon zu Beginn wurde deutlich, wie vielfältig Temperaturverläufe und Standortbedingungen das Leben im Wald prägen. Anhand praktischer Beispiele erfuhren die Schüler*innen, dass sich Temperaturen je nach Tageszeit, Jahreszeit oder Standort stark unterscheiden und diese Unterschiede entscheidenden Einfluss auf Pflanzen und Tiere haben.
Besonders spannend war die Untersuchung eines nahegelegenen Teiches. Mit Keschern und Becherlupen ausgestattet, konnten die Schüler*innen selbst aktiv werden und Tiere wie Teichmolche, Posthornschnecken oder Wasserläufer entdecken. Diese direkte Begegnung mit kleinen Lebewesen bot wertvolle Einblicke in die ökologische Vielfalt und schulte zugleich den respektvollen Umgang mit der Natur. Auch an Land setzten die Jugendlichen ihre Erkundungen fort: Mit viel Geduld fingen sie kleine Insekten, die anschließend unter Lupen betrachtet und bestimmt wurden. Der genaue Blick auf die feinen Strukturen faszinierte viele und regte zu weiterführenden Fragen an.
Im Gelände der Naturwerkstatt vertieften die Klassen ihr Wissen durch praktische Übungen. Dabei stand das forschende Lernen im Vordergrund. Herr Scholz erläuterte anschaulich die Unterschiede zwischen Still- und Fließgewässern sowie zwischen naturbelassenen und versiegelten Flächen. So erhielten die Auszubildenden nicht nur biologische Kenntnisse, sondern auch wertvolle Anregungen für ihre spätere Tätigkeit im pädagogischen Bereich: Naturbegegnungen lassen sich spielerisch und zugleich lehrreich gestalten.
Neben den Naturerfahrungen spielte Teamarbeit eine zentrale Rolle. In Kooperationsspielen mussten die Schüler*innen Aufgaben gemeinsam lösen – etwa das Transportieren eines Tennisballs mit Tüchern oder das kreative Gestalten eines Klassenlogos aus Naturmaterialien. Diese Übungen stärkten nicht nur Zusammenarbeit und Kommunikation, sondern sorgten auch für Freude und gemeinsames Lachen. Beim anschließenden Picknick blieb Zeit für Austausch und Kennenlernen.

Frau Strufe
Bereichskoordinatorin Kinderpflege
Die Exkursionen stellten eine gelungene Verbindung von Lernen, Naturerleben und Gemeinschaft dar. Mit vielen neuen Eindrücken, gestärktem Teamgeist und praxisnahen Ideen kehrten die Kinderpflege-Klassen zurück – ein Erlebnis, das nachhaltig wirken und sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


