Die Schülerinnen und Schüler der Erzieher*innen-Mittelstufe (E231) erhielten die Chance ihr theoretisches Wissen zum Thema Demokratie im Rahmen eines Planspiels auf die Praxis zu übertragen. Das Planspiel zur Einbindung von Jugendlichen in politische Entscheidungsprozesse schloss nahtlos an die zuvor im Unterricht diskutierte Beteiligung von Jugendlichen an den kommenden Bundestagswahlen an

Dank der Einführung in die Methode „Planspiel“, stimmige Rollenkarten und Gesprächsimpulse durch die Dozierenden Max Lucht (CIVIC-Institut für internationale Bildung) und Ana Alba Schmidt (NRW School of Governance) war die Klasse in der Lage, eine Ratssitzung durchzuführen. Dabei übernahmen sie die Rollen verschiedener Akteure wie Politiker*innen, interessierte Bürger*innen, Journalist*innen, Jugendorganisationen etc. und entwickelten Vorschläge zur Stärkung der Jugendpolitik. Nach einer Diskussion diverser Vorschläge wie z. B. einer digitalen Plattform für die Stadt, regelmäßigen Jugendkonferenzen oder der Verleihung eines jährlichen Jugendpreises entschieden sich die Teilnehmenden im Rahmen einer demokratischen Abstimmung für einen Maßnahmenmix.

Austausch auf Augenhöhe mit Duisburger Umweltaktivistin Linda Kastrup

Höhepunkt der Veranstaltung war die Möglichkeit mit einer Duisburger Expertin zur Partizipation in Sachen Umweltpolitik in den Austausch zu gehen. Nicht nur berichtete Linda Kastrup sehr anschaulich über ihren Wunsch, gemeinsam mit Freunden etwas zu bewegen und den weiteren Weg zur Umweltbewegung Fridays for Future, sondern eröffnete der Lerngruppe Optionen, sich für ihre eigenen Belange stark zu machen.

Wichtig sei es, politischen Entscheidern ganz konkrete Vorschläge für die Lösung eines Problems zu machen. Auch wenn es für Verhandlungen ratsam sei, die eigenen Forderungen immer etwas höher zu stecken, um Zugeständnisse für eine Kompromisslösungen machen zu können, sei es wichtig, handfeste Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Schnell wurde deutlich, dass auch die Erzieher*innen-Mittelstufe zahlreiche Ideen zur Optimierung des Lernens im Duisburger Norden hatte. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Vorschläge in interne Gremien wie Schülervertretung und Schulkonferenz oder sogar auf kommunaler Ebene einzubringen.

Reflexion und Ausblick

Insbesondere die Podiumsdiskussion hat vielen Teilnehmenden gut gefallen, da es spannend war, festzustellen, wie die eigene Argumentation die Ansichten der Anderen beeinflussen konnte. Hilfreich war auch die eigene Betroffenheit, weshalb bspw. ein Schüler in der Methode förderliche Aspekte für die Teamarbeit und das Verstehen komplexer Sachverhalte hervorhob. Die Teilnehmenden haben nicht nur durch ihre rege Beteiligung am Planspiel ihr Interesse an dieser interaktiven Methode unter Beweis gestellt, sondern auch an der abschließenden Reflexion ihren Zuspruch geäußert.

„Ich hätte mir etwas mehr Zeit für die Diskussion und den Austausch untereinander gewünscht. Trotzdem hat mir die Rollenübernahme geholfen, die Sichtweisen der anderen besser und die Bedeutung von politischer Partizipation besser zu verstehen“, so eine der teilnehmenden Schülerinnen.

Die Lernergebnisse aus dem Planspiel werden in den weiteren Gesellschaftslehrunterricht mit Blick auf die Bundestagswahl einfließen.

Kontakt

Daniel Kober
Kom. Bereichskoordinator für
Schulkultur, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsinnovation

kober@sophie-scholl-bk.eu

Ilona Russius
Ansprechpartnerin für
politische Kulturarbeit
.

russius@sophie-scholl-bk.eu